Münster Nordic Walking

Nordic Walking-Stöcke

Welcher Stock zum Walken?
 

Ob im Aldi, bei Lidl oder Tchibo: Nordic Walking-Stöcke werden nicht nur im Sportfachhandel angeboten. Für den Laien ist es schwierig, die Unterschiede auf den ersten Blick zu erkennen. Was unterscheidet das Billigangebot von einem High-Tech-Produkt? Wer sich Nordic Walking-Stöcke kaufen möchte, sollte folgende Aspekte beachten:

 
Materialbeschaffenheit

Hochwertige Nordic Walking-Stöcke haben einen hohen Carbonfasergehalt, der eine extreme Stabilität bei federleichtem Gewicht gewährleistet. Gleichzeitig werden Schwingungen und Stöße absorbiert, ein Vorteil für die Gelenke. Die Verwendung von leichten Stöcken dient außerdem der Vorbeugung von Verspannungen der Schulter-Nacken-Muskulatur. Teleskopstöcke sind deutlich schwerer, bedingt durch das Material und den Teleskopmechanismus. Generell bergen verstellbare Stöcke, die den Teleskopmechanismus in der Mitte des Stockes haben, das Risiko, unter Belastung zusammenzurutschen.

 
Schlaufensystem

Während der Bewegung des Armes nach hinten wird der Griff des Stockes losgelassen. Es erfolgt ein kräftiger Druck der geöffneten Hand auf das Schlaufensystem. Der Griff wird beim Zurückschwingen des Armes vor den Körper wieder fest umschlossen. Nur mit dem Loslassen des Griffes in der Endbewegung gelingt eine optimale Armbewegung. Eine gute, funktionelle Schlaufe mit Klettverschluss umgibt die Hand dabei wie ein Handschuh. Auf diese Weise unterstützt, können die Muskeln während der Handöffnung entspannen. Minderwertige Schlaufen dagegen verursachen Krämpfe in der Handmuskulatur oder sie lockern sich während der Druckphase und geben keinen ausreichenden Widerstand. Viele Stöcke besitzen mittlerweile Schlaufen, die sich mit einem Klick vom Stock lösen lassen. Welche Schlaufe angenehm sitzt, lässt sich nur vor Ort ausprobieren.

 
Pads

Sie sind empfehlenswert auf Asphaltböden, da sie den Aufprall dämpfen und weniger Lärm verursachen.

 
Um Längen voraus

Wie berechnet sich die richtige Länge der Stöcke? Nach ersten Empfehlungen im Jahr 2003 galt als ideale Stocklänge die eigene Körpergröße, multipliziert mit dem Faktor 0,7. Diese Stocklänge ist jedoch nur für einen Spitzensportler mit großräumigen, kraftvollen Bewegungen geeignet. Mittlerweile werden die Stöcke durchweg 10 bis 15 Zentimeter kürzer verkauft.

 
Faustregel für die Längenempfehlung:

Der Austritt der Schlaufe aus dem Griff sollte sich ungefähr in Höhe Ihres Bauchnabels befinden. Er sollte nicht höher als Ihr Bauchnabel liegen.

 

Wichtig: Entscheiden Sie sich vor der Größenanpassung des Stockes für dessen Verwendungsform.Laufen Sie vorwiegend auf Asphaltböden? Dann messen Sie die Stocklänge unbedingt mit Gummipads. Befinden Sie sich vorwiegend auf Wald- oder Mulchböden? Messen Sie die richtige Länge ohne die Pads.

 

Rechenformel: Berechnen Sie Ihre individuelle Stocklänge, indem Sie Ihre Körpergröße mit 0,65 multiplizieren. Beispiel: 168 cm x 0,65 = 109 cm.

 

Als weitere Faustregel gilt: Der Winkel zwischen Ober- und Unteram sollte in der gebeugten Armhaltung mehr als 90 Grad betragen. Während ein Anfänger die Bewegung zu Beginn eher kleinräumiger macht und einen kürzeren Stock benötigt, vergrößert sich die Bewegungsweite mit zunehmendem Training und wachsender Schultergürtelmobilität.

 
Marken

Marktführer ist die Firma Leki. Sie ist auch mein Favorit.

Für den Stock“Leki Flash“ mit abklickbarer Schlaufe müssen Sie mit einer Investition von ca. 86 € rechnen.

Der „Leki Speed Pacer Vario“ kostet ca. 130 €. Er ist unterhalb des Griffes um 1 - 10 cm höhenverstellbar. So kann der Stock entsprechend seiner Verwendung ohne oder mit Pads auf Asphalt oder Waldboden zentimeterweise niedriger oder höher gestellt werden. Er empfiehlt sich auch für Personen, die nach der Längenempfehlung zwischen zwei Stocklängen liegen.

Meine Kunden erhalten von mir einen Gutschein von Karstadt Sport über 10 Prozent beim erstmaligen Kauf von Nordic-Walking-Artikeln.

 
 

Geschrieben am 14.03.2010

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